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JURYMITGLIEDER 2019

Gallus Gadient

Geboren als achtes von vierzehn Kindern bin ich in einer Bergbauernfamilie am Flumserberg im Sarganserland aufgewachsen und lernte früh, mit meinen Händen anzupacken. Nach dem Besuch der Primarschule wechselte ich ins Gymnasium Marienburg in Rheineck, später in die Klosterschule Disentis, wo ich die Gymnasialzeit 1984 mit der Matura abschloss. Danach begann ich das Medizinstudium, zunächst im bilingualen Fribourg, anschliessend in Bern. Nach dem Staatsexamen führten mich die Lehr-und Wanderjahre als Assistenzarzt quer durch die Schweiz bis zur Erlangung des Facharzttitels in Pathologie.

Körperlichen und seelischen Ausgleich zu meinem Beruf als Arzt finde ich bei sportlichen Aktivitäten wie wandern, biken, Gleitschirm fliegen, Kanu fahren, Skitouren oder bei der Schnitzerei. Was einst mit einer Flumser Holzmaske begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zur vielfältigen Gestaltung von Gedanken und Begebenheiten weiter. In diesem Sinne würde ich meine Werke als Alltagskunst bezeichnen – sozusagen materialisierte Gedanken und Begebenheiten. Daneben lasse ich mich auch einfach von der Form und Struktur des Werkstoffes Holz inspirieren und fühle mich so im Fluss mit meinem Werkstück.

Ich freue mich sehr, in der Jury des Wettbewerbs mitwirken zu dürfen und bin gespannt, wie das Thema «Schloss» in Klöppelspitze umgesetzt wird.

Vreni Mäder

Seit meiner Kindheit habe ich verschiedenste Handarbeiten sehr gerne ausgeführt. Anfang der achtziger Jahre habe ich mich bei Coop für einen Klöppelkurs angemeldet, ohne dass ich wusste, was mich da erwartet – Hauptsache etwas Neues. Ich war begeistert und bin es heute noch.

Ich habe bei  der VSS die Kursleiterinnen Ausbildung abgeschlossen und Weiterbildungskurse besucht. Vor einigen Jahren bekam ich die Möglichkeit, in einer Gruppe bei Esther Wanzenried Zeitgemässe Spitzen zu klöppeln und nun auch eigene Entwürfe zu realisieren. Gerne besuche ich Spitzenausstellungen im In-und Ausland.

Ich freue mich sehr, dass ich Jurymitglied sein darf und meine Neugier auf die Arbeiten schon vor der Tagung stillen kann.

 

Rita Thoma

Grossmutters textile Schätze und Fertigkeiten faszinierten mich schon als Kind. Mit den Woll- und Stoffresten durfte ich nach Lust und Laune experimentieren und verschiedene Handarbeiten ausprobieren. Erste Klöppelerfahrungen während Sprachaufenthalten in England und im Greyerzerland blieben in bester Erinnerung, doch erst Jahre später nahmen meine Klöppelversuche Fahrt auf. 2003 besuchte ich den Klöppelferienkurs auf Gitschenen, viele weitere Kurse bei Ruth Bühlmann folgten. Kreuzen-drehen, so einfach und doch so vielfältig und herausfordernd!

Ab 2011 absolvierte ich die Ausbildungslehrgänge von der traditionellen Technik bis zur Zeitgemässen Spitze beim Deutschen Klöppelverband e.V., besuchte Weiterbildungen und konnte als Mitglied der Gruppe Lace Time meiner Kreativität in der Zeitgemässen Spitze freien Lauf lassen. Seit Ende 2012 engagiere ich mich ausserdem in der ARGE «Spitzen der Schweiz» beim Aufbau des VSS Spitzenarchivs. Ältere und neuere Schätze verbunden mit ihrer Geschichte, Tradition und Handwerk verdienen unsere Wertschätzung und vermögen immer wieder zu faszinieren.

Ich bin überzeugt, dass es auch dieses Jahr viele kreative Ideen zu bewundern gibt und freue mich auf die Werke des Wettbewerbs zum Thema «Ein Schloss».

 

 

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