Steckborner
Spitzen
Dentelles de Steckborn
Bobbin Lace from Steckborn
Die Arbeitsgruppe hat sich mit über 2800 verschiedenen
Mustern auseinandergesetzt. Viele Stunden wurden
beim Durchstöbern der Archive und beim Vergleichen
der vorhandenen Spitzen aufgewendet. Einführend
beginnt das Buch mit einem geschichtlichen Teil.
Die Einflüsse vom süddeutschen Raum und
von der französischen Schweiz (Neuenburg) sind
nachweisbar. Steckborn war auch bekannt für
seine Rosshaar-Stroh-spitzen. Sehr schöne Beispiele
sind im Buch abgebildet. Über die alten Arbeitsgeräte
kann man ebenfalls einiges erfahren, da im Museum
vieles erhalten blieb. Die Arbeitsgruppe hat verschiedene
Eigenheiten der Steckborner Spitzen herauskristallisiert;
erwähnen möchte ich hier das viel besagte «Müggli».
Mit technischen Zeichnungen werden die in den Mustern
vorkommenden Motive dargestellt und die jeweilige
Spitzennummer angegeben.
Der dritte Teil des Buches beginnt mit wunderschönen
farbigen Abbildungen der fertigen Arbeiten unserer
Klöpplerinnen. Die Lust zum Arbeiten wird bestimmt
hochsteigen; das Lieblingsmodell auszuwählen
wird aber schwer fallen. Abgerundet wird das Buch
mit den Klöppelbriefen. Die neue und die alte
Spitze sind daneben abgebildet sowie die Anzahl
Paare und das verwendete Garn angegeben. Fast
zu jedem Muster sind Ecken neu konstruiert. Es gibt
aber auch runde und sechseckige Spitzen, Einsätze,
Buchzeichen, ein Stern, ganz geklöppelte Deckeli
und ein Tischband mit Mittelkreuz. Die Auswahl ist
gross!
Text: englisch, französisch und deutsch. Dieses
Buch ist ein wunderschönes, umfangreiches Werk,
das unsere Spitzen-Tradition würdigt und vor dem
Vergessenwerden bewahrt.