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VSS   Vereinigung Schweizerischer             Spitzenmacherinnen

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VSS Tagung 2010

in Trun

 

Sie, liebe Klöpplerinnen, sind nicht die ersten Gäste in Trun. Bereits die Kelten besiedelten den Raum. Hier wurden nämlich mehrere Gräber mit verschiedenen Beigaben aus Bronze aus der Zeit zwischen 250 bis 125 Jahre v. Chr. (Frühlatène) entdeckt.

Der Name Trun wird erstmals im Jahre 765 im Testament von Bischof Tello von Chur erwähnt.  Darin vermachte der Bischof einige Güter aus Trun an das damals noch junge Kloster Disentis. Trun wurde damals „Tauronto“ genannt. Dieser Name stammt aus vorrömischer Zeit.

1424 wurde unter dem grossen Ahorn bei der St. Anna Kapelle der "Graue Bund" beschlossen. Vor allem Abt Pieder de Pultengia gelang es, die wichtigsten Feudalherren zu einem Bunde mit dem Volk zu bewegen, um gemeinsam ein besseres Rechtswesen und günstigere wirtschaftliche Verhältnisse zu erlangen.

Als Ratshaus stellte der Abt von Disentis sein Gebäude in Trun zur Verfügung. Darin fanden die Versammlungen der Vertreter der Herren und des Volkes unter der Leitung des Landrichters statt. So blieb es bis zum Franzoseneinfall 1798/1799.

Nach dem Sturz von Napoleon Bonaparte schloss sich 1803 der Graue Bund (Surselva, Rhäzüns, Sax-Misox= schwarz-weisse Fläche im Wappen des Kantons Graubünden) mit dem benachbarten Gotteshausbund  (Chur-Engadin= Steinbock im Kantonswappen) und dem Zehngerichtebund (Prätigau-Davos= gelb/blaues „Kreuz“) zum heutigen Kanton Graubünden zusammen.

Heute dient das damalige Klostergebäude in Trun als Museum Sursilvan „Court Ligia Grischa“ (deutsch: Hof des Grauen Bundes). Einen Museumsbesuch sollten Sie sich wegen des berühmten Landrichter- oder Wappensaals, dem Sitzungssaal des Grauen Bundes, nicht entgehen lassen. Sie werden die Deckengemälde und die Wappen sämtlicher  Landrichter bestaunen und nie mehr vergessen! Ausserdem sehen Sie eine reichhaltige und sehr interessante Sammlung aus der Volkskultur und die Werke bedeutender Künstler. 

 

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