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FILET

 

Der Ursprung der Filetspitze ist nicht genau bekannt, aber schon bei ursprünglichen Völkern war die Herstellung des Netzgrundes für Fischerei und Jagd bekannt.
Ursprünglich bildeten einfache Maschen den Grund, später kamen Variationen dazu. Die Bereicherungen waren so ausgeklügelt, dass wahre Kunstwerke entstanden. Wir begegnen dieser Art Arbeit in vielen Ländern, immer mit charakteristischen Eigenarten.

In Persien wird Seidenfilet mit Gold und Silber bestickt.
In Italien kennt man die ausgeschnittene Filetspitze.
In Frankreich ist die Cluny-Filetspitze bekannt.
In der Schweiz Filet aus Graubünden und aus Greyerz.

Jede Spitze hat ihre Spezialitäten, einige kennzeichnen sich durch die gebrauchten Stiche, andere durch ihre Motive.

Die Filetspitze aus Greyerz unterscheidet sich von den andern durch den Schlingstich, der das Motiv einseitig umrundet und den Faden wieder zu seiner Anfangsstelle zurückbringt. Dadurch werden die Ecken etwas abgerundet.

Zu einige Trachten der Schweiz gehören Halstücher (Fichus) und Handschuhe oder Stulpen aus geknüpftem Filet mit Ziermaschen.

Filetspitzen werden für Deckchen, Zierkissen, Einsätze in Tischwäsche und hauptsächlich für Vorhänge verwendet

In den Jahren von 1910-1940 war die Filetspitze sehr beliebt, wurde später etwas vergessen. Seit 1975 wurden Kurse in den Schulen und an diversen Volkshochschulen angeboten und seither hat die spannende und kreative Handarbeit stets an Beliebtheit zugenommen.

FILETSTICKEREI

Filetspitzen werden in zwei Arbeitsgängen hergestellt :
1. DAS NETZ Mit Hilfe einer Filetnadel (Schiffchen) und einer Stricknadel (der Durchmesser bestimmt die Maschengrösse) wird der Netzgrund geknotet.

2. Die Stickerei: Das Netz wird in einen Rahmen gespannt, mit einer Sticknadel werden die Motive in verschiedenen Füllstichen eingearbeitet.

Die Greyerzer Filetspitze erkennt man an den Stopfstichen mit dem typischen Rand der Motive.
Die Filetspitze aus Graubünden erkennt man an ihren Motiven im Stopfstich

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