Jurymitglieder

Jury Mitglieder 2020-2021

Greet Duc

Ursprünglich stamme ich aus Lier, Belgien. Als Kind hat mich meine Grossmutter in die Stickerei eingeführt. Ende der Achtzigerjahre habe ich bei Greet Rome Kurse für Lierer Spitzen besucht.
Seit 1989 wohne ich in der Schweiz. Im Herbst 2004 habe ich mit den Kursen bei Madeleine Fellay begonnen und im März 2008 habe ich das Kursleiterinnen Diplom erhalten. Ich bilde mich laufend weiter.
Zurzeit entwerfe ich am liebsten zeitgemässe Spitzen und unterrichte eine kleine Gruppe.
Seit ein paar Jahren bin ich Vizepräsidentin von DentLE und 2011 war ich Mitbegründerin der Vereinigung der Walliser Spitzenmacherinnen.
Sehr gerne mache ich in der Jury mit und ich freue mich auf die Entdeckung der eingesandten Arbeiten.

Übersetzung: Margrit Conradin

Franziska Kaiser

Mein Name ist Franziska Kaiser. Ich wurde 1980 in Dresden, Deutschland, geboren. Bereits 1986 hatte ich die Möglichkeit, in einem Freifach Klöppeln zu lernen. Meine erste Klöppellehrerin hatte sich die Technik selber beigebracht und hat meine Art, Spitzen zu sehen und zu verstehen, stark geprägt. Im Jahr 2003 bin ich in die Schweiz gekommen. Über das Klöppeln habe ich in meiner neuen Heimat viele interessante Menschen getroffen und viele neue Spitzentechniken kennengelernt.
Oftmals kann ich mich nicht entscheiden, ob ich eine feine Spitze nach traditionellem Vorbild wie Tüll oder Binche entwerfen und arbeiten soll, oder ob ich moderne Spitzen mit Gründen als Schwerpunkt aussuchen soll. Ich bin gespannt, wofür sich die Teilnehmer/-innen des Wettbewerbs entscheiden. Vielleicht ist es auch etwas ganz Anderes? Ich hoffe auf viele spannende Arbeiten

Francine Giese

Als neue Direktorin des Vitromusée Romont freut sich Francine Giese vom 11.-13. Juni 2020 die Vereinigung Schweizerischer Spitzenmacherinnen in den Sälen von Schloss Romont zur Journée suisse des dentelières zu empfangen. Die habilitierte Kunsthistorikerin mit Berner Wurzeln hatte nach ihrem Studium an der Universität Bern und Forschungsaufenthalten in Madrid, Berlin und Los Angeles von 2014-2019 eine SNF-Förderungsprofessur am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich inne. Begeistert von den vielfältigen Facetten der Glaskunst widmet sie sich seither der Erforschung und Valorisierung dieses faszinierenden Kulturgutes. Innovative Vermittlungsangebote für Gross und Klein sollen dazu beitragen die bedeutenden Sammlungen des Vitromusée Romont, die alle Aspekte der Glaskunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart abdecken, in der ganzen Schweiz bekannt zu machen und ein diversifiziertes Publikum anzuziehen. Während zwei Atelierräume Platz für Demonstrationen und partizipative Aktivitäten mit Schweizer Glaskünstlern und -künstlerinnen bieten, soll der am 8. März 2020 eingeweihte Bereich Création féminine Künstlerinnen eine eigens für sie geschaffene Plattform bieten.