Jurymitglieder 2026

Esther Wanzenried

Die Klöppeltechnik erlernte ich 1983 an der Volkshochschule ohne technische Zeichnung, die war damals in der Schweiz noch nicht verbreitet.

Im Jahre 2000 startete ich die Ausbildung beim Deutschen Klöppelverband e.V. zur Kursleiterin. Ich durchlief alle Module der traditionellen Spitzen sowie der Zeitgemässen Spitzen.

Zur selben Zeit habe ich die Klöppeltechnik an viele Interessierte weitergegeben und tue dies auch heute noch mit grossem Interesse.

Mein Fokus liegt vorzugsweise bei der Zeitgemässen Spitze. Das Experimentieren finde ich am spannendsten. Gerne setze ich mich mit anderen Techniken auseinander und suche Verbindungen zur Klöppelspitze. In der Gruppe „LaceTime“ warten ebenfalls immer wieder neue Herausforderungen auf mich.

Ich freue mich mit den Arbeiten des Wettbewerbes auseinander zu setzen und bin gespannt auf die Einsendungen.

Silvia Huber-Erni

Meine Leidenschaft zum Klöppeln entdeckte ich vor 40 Jahren als ich dieses wunderbare Handwerk in diversen Kursen erlernte. Nach meiner Ausbildung zur Kursleiterin absolvierte ich verschiedene Weiterbildungskurse im In- und Ausland wo ich meine technischen Fertigkeiten erweiterte.

Bereits seit 1991 gebe ich dieses Wissen und meine Begeisterung in diversen Kursen weiter.

Seit 2011 arbeite ich aktiv im VSS-FDS Spitzen Archiv mit.

Es freut mich als Jurymitglied beim Wettbewerb tätig zu sein.

Herzlichen Dank für das Vertrauen.

Verena Schiegg

Als junge Mutter und Hausfrau habe ich 1983 einen ausgeschriebenen Hobbykurs
von Lydia Koller-Dörig in Appenzell besucht. Mein Ziel war, ohne viel Platz- und
Materialaufwand «etwas» Wertiges zu Hause fertigen zu können und dennoch für
die kleinen Kinder da zu sein. Nach vielem Üben und Anwenden, Ausprobieren und
Erkennen, Geduld strapazieren und Augen «uuseluege» sind meine Handstick-
Fertigkeiten besser geworden in der Technik «Platten», sodass ich mich an die
nächste der insgesamt vier verschiedenen getraute. Seit über dreissig Jahren sticke
ich im Museum Appenzell (www.museum.ai.ch) jeweils in den Sommermonaten
jeden Freitagnachmittag und beantworte den Gästen aus nah und fern ihre Fragen
zum Handsticken und über Appenzell. Als ich 2002 die Handstickkurse von meiner
Lehrmeisterin übernommen habe, suchte ich nach einer zentralen Möglichkeit,
eine monatliche Handstickstobete anzubieten. Gefunden habe ich sie ebenfalls im
Museum Appenzell, sodass ich allen handarbeitenden Menschen die Möglichkeit
zum freien und gemeinsamen handarbeiten oder «handwerkliche Werte schaffen»,
Austausch untereinander jeweils jeden dritten Mittwochnachmittag des Monats
bieten kann. Heute erledige ich Handstick-Aufträge ganz verschiedener Art und
mache, wenn es möglich und sinnvoll ist, auch gerne Reparaturen. Jedes Jahr
schreibe ich drei/vier Kurse hier in Appenzell aus, die dann jeweils an vier aufein-
anderfolgenden Tagen stattfinden. Das ist praktisch, um sich tiefer mit dieser sehr
feinen Handstickerei auseinanderzusetzen und auch für Weitangereiste idealer.
Ich durfte schon an verschiedenen schweizerischen und auch an einer int.
Stickereiausstellung teilnehmen, die mir die Unterschiede zu unserer feinen
Appenzeller Handstickerei jeweils eindrücklich aufzeigten. 2006 konnte ich
einen Semesterkurs an der Berufsfachschule in Basel durchführen, der mir den
Erst Kontakt zur VSS ermöglichte. Darum freut es mich immer wieder, mit
weiteren Spitzenmacherinnen Austausch und Weiterbildung zu betreiben.
Vor knapp zwei Jahren durfte ich den Innerrhoder Anerkennungspreis
entgegennehmen (AV-Bericht angehängt), das war ein Höhepunkt! Das aller-
grösste wäre, wenn ich in den nächsten fünf-zehn Jahren eine Handstickerin
finde, die gewillt ist, die Fertigkeiten der Appenzeller Handstickerei weiter
zugeben mit allem Drum und Dran.