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THEMA ERWACHSENE 2020

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DER PILGER VOM JAKOBSWEG

Nach einer Sage liegen die Gebeine des Heiligen Jakobus, ein Apostel der zwölf Jünger, in Santiago de Compostela begraben. Dies wurde 812 von einem Bischof verkündet und seit dieser Zeit ist Santiago de Compostela ein Pilgerort. Die ersten Pilger waren Adlige und hohe Geistliche wie Bischöfe und Äbte, darunter Franz von Assisi. Zur Grundausstattung eines mittelalterlichen Pilgers gehören der Pilgerstab und die Pilgertasche. Oft trug er eine Pelerine und einen breitkrempigen Hut, die ihn vor Regen und Kälte schützten. An einem Stab hing die Pilgerflasche, die mit Wasser oder Wein gefüllt war. Bald wurde diese Aufmachung zur Tracht der Pilger. Ist das Ziel in Santiago de Compostela erreicht, erhielt er zur Bestätigung eine Jakobsmuschel. Diese wurde auch zu einem festen Zeichen des Pilgerns.

Die Pilgerreisewar und ist heute noch für viele Menschen eine Möglichkeit des Ausbrechens. Zu Fuss führt sie durch fremde Länder, Landschaften und Städte. Der schöne Markflecken Romont befindet sich mitten auf dem Pilgerweg nach Compostela. Von hier sind es nur noch 2000 km bis nach Spanien, immer begleitet von der Muschel die so elegant den Weg weist. Die Begegnung mit verschiedenen Menschen, Kulturen und Religionen bringt viel Unvorhergesehenes, Abenteuerliches oder sogar Gefährliches mit sich.

In der heutigen Zeit fasziniert die Einfachheit, die Entschleunigung und Ursprünglichkeit. Die Beweggründe sind sehr unterschiedlich, lange Wanderung mit einfachem Essen, wenig Kleidung und schlichter Übernachtung auf sich zu nehmen. Diese Entbehrung ist nicht ein Opfer sondern Herausforderung zur Zielerreichung.

Margrit Dällenbach

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